Generationenkonflikt Umwelt
Die Leute von heute verschmutzen alles! Die Leute von morgen haben keine sauberen Gewässer mehr, in denen sie schwimmen können! Vielleicht habt ihr das auch schon mal gehört oder sogar selber gedacht? Steigende Umweltzerstörung und die Bedrohlichkeit des Klimawandels führen zu berechtigten Zukunftsängsten und Politikverdrossenheit bei einem Großteil der heutigen Jugend in Deutschland. Doch: Energie- und Rohstoffprobleme können nachhaltig gelöst, Lärm und Müll reduziert und Hunger und Krieg überwunden werden, wenn die Menschheit, die heute am Ruder ist, von der „Intelligenz der Schöpfung“ lernen würde. Denn die Natur, so schreibt Franz Alt in seinem Buch „Zukunft Erde“, löst all diese Probleme täglich auf’s Neue, sie kennt das Problem der Habgier nicht.
Hierin besteht der gesellschaftliche Konflikt: Die Menschen von heute leben nonchalant auf Kosten der Menschen von morgen. Das ist messbar im sog. „ökologischen Fußabdruck“: Die Ressourcen, die ein heute lebender Mensch verbraucht, seien es saubere Luft, sauberes Wasser oder fossile Energie, können von der Erde nicht mehr gedeckt werden – 2 Erden wären nötig. Also zahlen die folgenden Generationen drauf, in dem der ihnen zur Verfügung stehende Konsum zukünftig gesetzlich reglementiert werden muss, oder einfach unmöglich wird, wie heute bereits in vielen Teilen der Erde Realität. Die Bedrohungen durch den Klimawandel setzen noch eins drauf: wird der CO2-Ausstoß weltweit nicht um beträchtliche Mengen reduziert, kommt es also zu einer Erwärmung von mehr als 2 C° im Jahre 2050, sind die katastrophalen Folgen für Natur und Umwelt in Form von Wetterextremen und daraus resultierenden Problemen wie Dürre, Überschwemmung, Seuchen, Artenschwund etc. unausweichlich.
Akteure
Beginn
Zivile Konfliktbearbeitung
Die Lebensweise von heute und das Wachstum der Weltbevölkerung erzeugen einen raschen Klimawandel und die Überlastung der Ökosysteme. Die Menschen von morgen benötigen aber einen nachhaltigen Fortschritt, der wirtschaftlichen Fortschritt, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung vereint. Um den Gefahren der aktuellen Entwicklung etwas entgegenzuhalten, ist ein bewusster Umgang mit der Natur nötig: Die natürlichen Lebensgrundlagen auch für kommende Generationen zu erhalten sollte für alle eine Selbstverständlichkeit sein.
Energie ist ebenso wie Luft und Wasser Lebensgrundlage der menschlichen Zivilisation. Die gegenwärtige Art, Energie und Ressourcen zu verschwenden, darf keine Zukunft mehr haben. Franz Alt nennt z.B. die Sonnenenergie „das Betriebsgeheimnis“ des Planeten Erde. Unerlässlich ist die sofortige Energiewende! Würde weltweit konsequent in Erneuerbare Energien investiert, wäre eine Abnahme der schädlichen CO2-Emissionen sehr viel schneller möglich. Die Folgen der Erderwärmung (wetterbedingte Naturkatastrophen) in den letzten Jahren haben nach Angaben der Münchner Rückversicherung, dem weltgrößten Versicherungskonzern, im Jahr 2004 allein Schäden in Höhe von 145 Milliarden US Dollar erzeugt. Ein atomarer Unfall gefährdet Millionen von Menschen. Der atomare Müll ist ein Gefahrenherd für Zehntausende von Jahren. Es ist gegenüber den kommenden Generationen unverantwortlich, mit diesem Wissen weiterhin atomar zu wirtschaften oder sogenannte Sicherheitspolitik zu betreiben.
Die Landwirtschaft in Deutschland muss Kulturlandschaften erhalten, natürliche Lebensgrundlagen schützen und sollte zur nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Räume beitragen: Nachhaltig wäre eine Landwirtschaft, die den wachsenden Bedarf an gesunden, hochwertigen Lebensmitteln, nicht zuletzt aus biologisch-dynamischer Erzeugung, decken kann und dadurch die natürlichen Ressourcen schont. Nicht nachhaltig ist eine Landwirtschaft, die durch Monokultur auf riesigen Flächen Böden für lange Zeit unbrauchbar macht, ursprüngliche Landschaften unwiderruflich zerstört, Gewässer durch Pestizideinsatz verseucht. „Outsourcing“ der Lebensmittelverarbeitung wie Nordseekrabben schälen in Marokko verschwendet zusätzlich Ressourcen, da sie hin- und zurücktransportiert werden müssen. Die Wissenschaft der Gentechnologie birgt noch unkalkulierbare Risiken und spielt mit der Zukunft von Mensch und Tier.


